FC Sevilla gewinnt Heimspiel gegen UD Levante mit 5:0 bei Debüt von Maximilian Wöber

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Beim Debüt des Österreichers Maximilian Wöber hat der FC Sevilla am 21. Spieltag einen überzeugenden Heimsieg gelandet. Die Südspanier setzten sich gegen die UD Levante aus Valencia mit 5:0 (0:0) durch. Insbesondere in der zweiten Halbzeit konnten die Schützlinge von Pablo Machin dabei überzeugen.

Premiere für Maximilian Wöber im Dress des FC Sevilla

Für alle deutschsprachigen Fans gab es bereits vor der Partie zwischen dem FC Sevilla und der UD Levante am 21. Spieltag der Saison 2018/2019 Grund zur Freude. Denn in der Startformation stand der Österreicher Maximilian Wöber, der im Winter zu den Andalusiern wechselte. Der 20-jährige durfte neben Sergi Gomez und Daniel Carriço in der Dreierkette beginnen. Dafür nahm der Ex-Bundesligaspieler Simon Kjaer auf der Bank Platz – genauso wie Gabriel Mercado.

Im Mittelfeld setzte Coach Pablo Machin auf eine Fünferkette, wobei nur Promes und Banega im Vergleich zum 2:0 Pokalerfolg gegen den FC Barcelona in der Startelf verblieben. Escudero, Amadou und Navas nahmen auf der Bank und der Tribüne Platz. Auch Sarabia musste auf die Bank weichen. Dafür stand neben Ben Yedder André Silva in der Startelf im Angriff. Neben Gonalons und Nolito fiel zudem auch der vom FC Barcelona verpflichtete Munir verletzungsbedingt aus.

Bei der UD Levante nahm Coach Paco Lopez im Vergleich zum 2:0 Erfolg gegen Real Valladolid Änderungen vor. In der Abwehr ersetzte Manzanara Toño, in der Offensive spielte Emmanuel Boateng für Jason. Auch die Grundordnung ähnelte eher einem 4-4-2 als noch einem 3-5-2 beim Erfolg im letzten Heimspiel.

UD Levante kann Verletzungsschock beim FC Sevilla nicht nutzen

Der FC Sevilla übernahm in dieser Partie auch sofort die Initiative, wie es auch kaum anders zu erwarten war. Bereits in der zweiten Minute tauchte Mittelstürmer Ben Yedder ohne Gegenspieler im Strafraum des Teams aus Valencia auf. Doch der Tunesier scheiterte mit seinem Schuss aus gut acht Metern halbrechter Position an Torwart Oier, der den Ball um den Pfosten lenkte. In der siebten Minute jedoch setzte UD Levante zu einem Konter an, in dessen Folge Manzanara einen Kopfball nach einer Ecke über das Gehäuse der Andalusier setzte.

Einen Schock gab es für den FC Sevilla dann bereits nach elf Minuten. Sergi Gomez musste nach einem Zweikampf verletzt vom Platz. Dafür kam Gabriel Mercado ins Spiel. Davon waren die Gastgeber zunächst geschockt, was UD Levante fast mit einem weiteren Konter ausgenutzt hätte. Doch der Kopfball von Boateng in der 13. Minute geht knapp über das Gehäuse.

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Gastgeber bestimmen Partie, ohne jedoch zu überzeugen

In der 18. Minute dann große Aufregung im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuan zu Sevilla. Denn Stürmer André Silva kam im Strafraum zu Fall, nachdem er klar ersichtlich gehalten wurde. Doch weder Schiedsrichter Alberola Rojas, noch Videoassistent Undiano Mallenco griffen in dieser Szene ein – warum auch immer. In der 25. Minute folgte die nächste Chance für die UD Levante, doch Boateng und Mayoral verpassten eine scharfe Hereingabe nur knapp, sodass es weiterhin beim durchaus leistungsgerechten 0:0 blieb.

In der Folgezeit bestimmte der FC Sevilla wieder das Geschehen und spielte bis gut 16 bis 20 Meter vor dem Tor von UD Levante recht gefällig. Doch der letzte entscheidende Pass wollte dem Rekordsieger in der UEFA Europa League nicht gelingen. Bei den Konterversuchen der Valencianer wiederum stand die Abwehr der Südspanier nun besser, wobei vor allem Maximilian Wöber einen sehr starken Eindruck in seinem ersten Spiel für die Andalusier hinterließ.

Maximilian Wöber mit herausragendem Solo

In der 38. Minute dann folgte die bis dahin zweitgrößte Torchance des FC Sevilla. Maximilian Wöber eroberte den Ball in der eigenen Hälfte und setzte zu einem unwiderstehlichen Solo an. Nachdem er mehrere Gegenspieler ausgespielt hatte, folgte ein strammer Torschuss, der nur um Zentimeter am linken Torpfosten des Gehäuses der UD Levante vorbeigingen.

Fast hätte der Österreicher also seinen erstklassigen Auftritt in der ersten Halbzeit gleich mit einem Tor für den Rekordsieger in der UEFA Europa League gekrönt. Immerhin konnte sich der Österreicher die stehenden Ovationen der Fans des FC Sevilla sichern, die begeistert von der Aktion des Innenverteidigers waren. In der 43. Minute setzte zudem Roque Mesa einen Schuss aus gut 18 Metern Entfernung an den linken Pfosten. Vazquez brachte danach den Abpraller nicht unter Kontrolle, da er ansonsten zum Tor einschieben hätte können. So blieb es beim 0:0 zur Halbzeit. Mit Blick auf das beherzte Auftreten der Gäste ein durchaus verdientes Ergebnis.

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Ben Yedder bricht direkt nach der Pause den Bann

In der zweiten Halbzeit wollte der FC Sevilla gleich wieder zeigen, wer Herr im Hause ist. In der 46. Minute versuchte es Fran Vazquez mit einem Weitschuss, der aber weit über das Tor ging. Doch nur eine Minute später war es dann soweit. Ben Yedder wurde im Strafraum angespielt – eine Chance, die sich der Tunesier nur selten nehmen lässt. Mit einem satten Schuss aus halbrechter Position erzielte der Stürmer das 1:0 für die Gastgeber.

Drei Minuten später die nächste Aufregung. Erneut klares Foulspiel im Strafraum der UD Levante, dieses Mal am Niederländer Promes. Doch auch dieses Mal schritten weder Schiedsrichter, noch Videoassistent ein. Und wieder zwei Minuten später der nächste Verletzungsschock. Aleix Vidal humpelte vom Feld und musste ausgetauscht werden. Für ihn kam Sarabia ins Spiel. Wieder zwei Minuten später zog Roque Mesa aus gut 20 Metern ab und verfehlte das Tor nur knapp. Nur eine Minute später dann Konter der UD Levante und Bardhi fiel der Ball überraschend auf den Kopf…so überraschend, dass er das Leder aus drei Metern freistehend an die Latte köpfte.

André Silva, Fran Vazquez, Pablo Sarabia und Quincy Promes erhöhen auf 5:0

In der 59. Minute dann bereits die Vorentscheidung zugunsten des FC Sevilla. Denn nach einer präzisen Flanke des Holländers Quincy Promes ist Torjäger André Silva zur Stelle und trifft aus gut sieben Metern Torentfernung zum 2:0. In der 65. Minute hätten die Südspanier das zwingend das 3:0 erzielen müssen. Nach einer Ecke der UD Levante starteten Banega, Silva und Vazquez einen Konter gegen zwei Abwehrspieler der Gäste, doch der Ball wurde vor dem Tor der Valencianer vertändelt.

In der 67. Minute folgte die nächste Chance für den FC Sevilla, doch Roque Mesa ballerte den Ball aus gut 16 Metern etwas überhastet fünf Meter über den Kasten von Oier. Doch drei Minuten später durften die Fans des FC Sevilla wieder jubeln. Sarabia hatte sich auf dem linken Flügel geschickt durchgesetzt und schlug einen intelligenten Pass auf Vazquez, der aus gut zehn Metern nur noch einschieben musste.

In der 78. Minute dann war Quincy Promes nur durch ein Foul im Strafraum zu bremsen. Logische Folge: Elfmeter. Diesen verwandelte Pablo Sarabia sicher zum 4:0 für den FC Sevilla gegen UD Levante. In der 83. Minute dann das nächste Highlight von Debütant Maximilian Wöber. Nach einer Ecke für die Gastgeber setzte er einen Kopfball an die Querlatte. Dafür gab es in der 88. Minute nach einem Foul an Roque Mesa im Strafraum den nächsten Elfmeter für den FC Sevilla. Dieses Mal durfte Quincy Promes ran. Promes traf im Nachschuss zum 5:0, nachdem Oier zunächst den Elfer parieren konnte.

Unter dem Strich ein verdienter Sieg des FC Sevilla, der aber zu hoch ausfiel. Quincy Promes mit einer starken Leistung, Maximilian Wöber mit einem enorm starken Debüt für die Spanier.

Statistik FC Sevilla gegen UD Levante 5:0 (0:0)

FC Sevilla: Vaclik – Gomez (11. Mercado), Carrico, Wöber – Vidal (53. Sarabia), Mesa, Banega (73. Amadou), Vazquez, Promes – Ben Yedder, Silva.

UD Levante: Oier Olazabal – Cabaco, Manzanara, Pier, Coke – Rochina (71. Jason), Campana, Bardhi (75. Doukoure), Morales – Mayoral, Boateng (75. Roger)

Gelbe Karten: Mercado (39.), Banega (55.) – Pier (86.)

Tore: 1:0 (47.) Ben Yedder, 2:0 (59.) André Silva, 3:0 (70.) Vazquez, 4:0 (83.) Sarabia (Elfmeter), 5:0 (90.) Promes (Elfmeter)

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Michael Aleman

Michael Aleman

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